Spvgg WI-Igstadt 1948 e.V.
Spvgg WI-Igstadt 1948 e.V.

Chronik Spvgg Igstadt e.V.

Spielvereinigung Igstadt

1948 bis 2012

 

Um der Wahrheit Willen sei erwähnt, dass Igstadts Fußballer ihr erstes Spiel noch vor Gründung des Vereins als Gast in Erbenheim austrugen. Gegen die Reservemannschaft des Gastgebers spielte man 3:3 und auf dem Heimweg in der „Hull“ wurde es dann zur beschlossenen Sache, in Igstadt einen Fußball-Verein entstehen zu lassen, komme was wolle.

 

So nahm man nach der Gründung erstmals in der Saison 1948/49 an einer offiziellen Meister­schaftsrunde teil und musste als Neuling natürlich viel Lehrgeld zahlen. Die folgenden Spieljahre mit Karl und Wilhelm Schmidt an der Vereinsspitze, sowie den Trainern Toni Nitsche und Helmut Buse und dem Jugendleiter Rudi Faßbender, konnte man getrost als Anlaufjahre bezeichnen. Männern wie E. Weiß, J. Zeitler, W. Möser, A. Lipp, W. Fichtner, H. Eckert, W. Schneider, H. Stein etc. hielten die Igstadter Fahnen hoch. Als man im Jahre 1950 endlich auf eigenem Geläuf spielen konnte, bis dahin musste man in Breckenheim seine Heimspiele bestreiten, kamen neue Spieler wie H. Deutsch, der später zum Ehrenspielführer ernannt wurde und H. Lademann hinzu, welche der Spvgg. neuen Auftrieb gaben. Im Spieljahr 1952/53 trat mit Wilhelm Eder ein Mann der Spvgg. bei, der zukünftig maßgeblichen Anteil am Aufschwung der Spielvereinigung Igstadt haben sollte.

 

Unter Trainer Karl Luft, der ab dem Spieljahr 1953/54 gekommen war und die Geschicke der Igstadter Fußballer bis in die sechziger Jahre mitbestimmen sollte, kam in der Saison 1954/55 der erste Erfolg in der noch jungen Vereinsgeschichte. Als Drittplatzierter hinter Biebrich 19 und den Amateuren des SV Wiesbaden feierte man den Aufstieg in die A-Klasse Wiesbaden. Mit diesem Aufstieg ist auch der Name Lothar Noll verbunden, der in den nächsten beiden Jahr­zehnten, genau wie Wilhelm Eder, den Igstadt Fußball entscheidend mitprägen sollte.

 

1955/56 löste Rudi Faßbender Karl Schmidt als ersten Vorsitzenden ab und leitete die Geschicke der Spvgg. Igstadt für zwei Jahre, ehe der das Amt seinem Stellvertreter Josef Zeitler übergab.

 

Dieser leitete bis 1960 den Vorstand. Als Spieler kamen mit Werner Habel, Hans Brigulla, Wolfgang Zech und anderen Mitstreitern weitere neue Stützen für den Igstadter Fußball hinzu. Aber auch diese konnten 1957/58 den Abstieg in die B-Klasse Wiesbaden nicht mehr verhindern. Mit Erich Kleber und Heinz Nitsche streiften sich zwei in der Folge namhafte Spieler das Trikot der Spielvereinigung Igstadt über. Im Jahre 1959/60 verpasste man den Aufstieg in die A-Klasse als Zweiter hinter Delkenheim nur knapp. Kurz danach wurde der Igstadter Sportplatz am Wasserturm saniert.

 

Das Spieljahr 1961/62 sollte für die Spielvereinigung Igstadt bedeutsam werden. An der Spitze standen nun mit Heinz Lademann und Karl Schmidt altbewährte Igstadter Kräfte. Der bisherige Vorsitzende Josef Zeitler wurde Spielausschuss-vorsitzender. Unter Trainer Hans Warg wurde am letzten Spieltag, nach langanhaltendem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem FV Delkenheim, die  B-Klassen-Meisterschaft und somit der Aufstieg in die A-Klasse Wiesbaden unter Dach und Fach gebracht.

 

Was im Anschluss keiner für möglich hielt, trat ein: der allgemeine Aufwind trägt die Igstadter Mannschaft zur A-Klassen-Meisterschaft und zum sofortigen Aufstieg 1962/63 in die damalige zweite Amateurliga. Dies war der bis dahin größte Erfolg der Spielvereinigung Igstadt.

 

Doch nur eine Spielzeit lang konnte man sich in der zweiten Amateurliga, welche die Kreise Lim­burg und Wiesbaden umfasste, behaupten. Der vorangegangene doppelte Aufstieg in direkter Folge hatte die Mannschaft zu viel Kraft gekostet und man musste 1963/64 den Abstieg in die A-Klasse Wiesbaden-Rheingau hinnehmen. Auch hier reichte es ein Jahr später nur zu einem vor­letzten Tabellenplatz. Infolge der Neueinteilung der Klassen konnte die Spvgg. durch die Zuwei­sung zur A-Klasse Main-Taunus aber dem Abstieg entgehen. Das Jahr 1965 brachte Veränderun­gen im Vorstand. Lothar Noll wurde zum Vorsitzenden gewählt, Theo Renneiß übernahme in den folgenden Jahren das Amt des Spielausschussvorsitzenden und des Pressewartes. Werner Stachowiak löste den gesundheitlich angegriffenen Trainer Hans Warg, der nur wenig später allzu früh verstarb, ab. Die A-Klasse Main-Taunus war nach der Neueinteilung der Klassen fortan die spielerische Heimat der Igstadter Fußballer. Im Spieljahr 1966/67 tauchten erstmals die Namen H. Zeitler, H. Fichtner, E. Klein und B. Meinhardt auf. Sie schafften den sofortigen Durchbruch von der Jugend zu den Senioren und sorgten mit dafür, dass in den folgenden Jahren durchweg gute Tabellenplätze erreicht wurden.

 

Dieter Kuhn trat 1969/70 die Nachfolge von Werner Stachowiak an und Wilhelm Eder übernahm von Theo Renneiß, der das Amt als Pressewart weiterführte, den Posten des Spielausschussvorsitzenden.

 

Im Jahre 1969 wurde mit dem Bau des Club- und Umkleidehauses am Sportplatz am Wasserturm begonnen und im September 1970 im Rahmen einer Feierstunde zur Benutzung freigegeben. Viele freiwillige Arbeitsstunden wurden von den Mitgliedern der Spielvereinigung unter der Baulei­tung von Walter Ott geleistet. An erster Stelle wurde hier immer Gustav Nitsche genannt.

 

Aus einer insgesamt guten Igstadter Jugend wuchsen in der Folge viele talentierte Spieler wie Onderka, Buxbaum, Reinhold und Rainer Eder usw. heran. Die Meisterschaftsrunde 1970/71 bringt eine teilweise Neubesetzung des geschäftsführenden Vorstandes. Willi Möser übernimmt von Josef Zeitler das Amt des zweiten Vorsitzenden. Wilhelm Eder löst Bernd Stein, den berufliche Aufgaben von Igstadt wegführten, als Spielausschussvorsitzenden ab. Karl Schmidt wird als Platz­kassierer gewählt. Dieses Amt führte das jetzige Ehrenmitglied bis Anfang 1980 aus.

 

Die gute Jugendarbeit zeigte die ersten Früchte und die Spielvereinigung errang einen guten 5. Tabellenplatz. Zur neuen Saison wurde Dieter Weber als Trainernachfolger von Dieter Kuhn ver­pflichtet. Gleich in dessen erstem Trainerjahr wurde mit einer sportlich leistungsstarken und kämpferischen Mannschaft ein guter zweiter Platz in der A-Klasse Main-Taunus erreicht.

 

1972/73 brachte den Igstadter Fußballern im 25jährigen Jubiläumsjahr den Aufstieg in die Bezirks­klasse Wiesbaden. In einem denkwürdigen Entscheidungsspiel setzte sich Igstadt im März 1973 vor 3000 Zuschauern gegen Germania Schwanheim mit 6:1 durch und feierte den Aufstieg an­schließen gebührend.

 

Ein weiteres Jubiläumsgeschenk hatte sich die Spielvereinigung mit der Errichtung einer vereins­eigenen Flutlichtanlage auf dem Sportplatz am Wasserturm selbst gemacht. Erst Klein leistete hier wertvolle fachmännische Arbeit. Die neue Beleuchtungsanlage wurde im Juni 1973 mit einem Ein­weihungsspiel gegen die damals an die Bundesligatür anklopfende Mannschaft des SV Alsenborn vor knapp 1000 Zuschauern offiziell in Betrieb genommen. Das Spiel endete übrigens nach einer tollen Igstadter Leistung mit 3:3.

 

Sechs Jahre lang konnte sich die Spvgg. an unterschiedlichen Tabellenpositionen  in der Bezirks­liga Wiesbaden halten. Erstmalig erschien in Igstadt eine Sportinformation der Fußballer in Form eines Faltblattes, für das sich Trainer Dieter Weber und Kurt Noack verantwortlich zeigten. In der Saison 1976/77 gelang ein weiterer sportlicher Höhepunkt für die Igstadter Fußballer mit dem Sieg im Kreispokal. Endspielgegner war die Mannschaft des FSV Schierstein 08. Die Spielvereinigung Igstadt wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte in einer spannenden Partie knapp mit 2:1. Damit war das Endspiel um den Bezirkspokal im Stadion an der Berliner Straße erreicht. Vor 600 Zuschauern wurde dieses Spiel gegen Bleidenstadt leider mit 2:0 verloren. Ein Sieg hätte Schalke 04 als möglichen nächsten Pokalgegner gebracht.

 

1977/78 begann eine Serie sportlicher Misserfolge für die Spvgg. Igstadt und unter Trainer Bernd Meinhardt musste man 1978/79 Abschied aus der Bezirksliga Wiesbaden nehmen. Ein Spieljahr später lässt ein kompletter Wechsel in der Vereinsführung das Ländchen aufhorchen. Lothar Noll, der 14 Jahre lang der Spielvereinigung vorstand, übergab sein Amt an Kurt Eder und wurde auf­grund seiner für die Spielvereinigung erworbenen Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zweiter Vorsitzender wird für ein Jahr Reinhard Boos, der Spielausschuss wurde in die Hände von Jens Wolter gelegt, und es wurde wieder ein Vereinsheft  zu jedem Igstadter Heimspiel herausge­geben. Jugendleiter wurde für die nächsten beiden Jahre Feine-Koch. All dies änderte nichts daran, dass ein weiterer Abstieg folgte. Zahlreiche Spielerabgänge und vernachlässigte Jugendar­beit trugen dazu bei, dass man sich für die nächsten beiden Spielzeiten in der B-Klasse Wiesba­den-Ost wiederfand.

 

Der Spielbetrieb wurde unter den Trainern Bernd Feldmann, Gert Lauermann, Carlos Poch und Hanno Schneider noch gerade so aufrecht erhalten. Ein Neuaufbau unter Trainer Kurt Eder, der zuvor von Gert Stein als Vorsitzender abgelöst wurde, war ab der Saison 1980/81 dringend von Nöten. Klaus Kahlenberg wurde Spielausschussvorsitzender, Rüdiger Marx stellvertretender Vor­sitzender. Seit dieser Zeit legte man in Igstadt wieder großes Augenmerk auf die Jugendarbeit, diese lag jetzt in den Händen von Jens Wolter. Das Gründungsmitglied Willi Möser wurde 1984/85 Vorsitzender. Die Jugendabteilung der Spvgg. Igstadt bildete mit dem TV Breckenheim, erstmals für den Kreis Wiesbaden, eine Jugendspielgemeinschaft und hatte fünf Jahre Bestand. Dass sich Jugendarbeit auszahlt, zeigte sich in den Jahren 1986/87, als man unter Trainer Alfred Rößler um die Meisterschaft mitspielen konnte, letztendlich aber knapp scheiterte. Im selben Jahr wurde Karl Martin zweiter Vorsitzender, Jens Wolter übernahm für ein Jahr das Amts des Spielausschuss­vorsitzenden von Wolf-Dieter Olwig. Volker Warg wurde für zwei Jahre zum Jugendleiter gewählt. Leider wurde im Spieljahr 1987/88 die dringende Sanierung des Igstadter Sportplatzes durchge­führt, so dass man Training und Heimspiele auf dem ungewohnten Sportplatz in Nordenstadt aus­tragen musste und deshalb nicht zur nötigen Form fand. Wieder standen Neuwahlen an. Dieter Elsenbast hieß nun der neue Jugendleiter. Unter Trainer Manfred Sponsel stieg man im Spieljahr 1988/89 in die neugegründete C-Liga ab. Aufgrund einer Neuaufteilung der Spielklassen spielte die Spielvereinigung Igstadt ab der Saison 1990/91 wieder in der B-Klasse Wiesbaden.

 

Im Herbst 1990 löste Dieter Eisenbast in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Willi Möser als ersten Vorsitzenden ab. Ernst Seibert wurde zweiter Vorsitzender. Das Amt des Spiel­ausschussvorsitzenden wurde in mehrere Hände gelegt und Jens Wolter wurde wieder Jugendlei­ter. Die Trainer Christian „Piep“ Müller und Bernd Deider, sowie die gute Jugendarbeit, brachten die Spielvereinigung wieder auf die Erfolgsbahn. Man durfte in dieser Saison als Tabellenzweiter um den Aufstieg in die A-Klasse spielen. Hier verlor man jedoch leider gegen den VfB Westend mit 0:2 das Entscheidungsspiel. Die Reserve errang aufgrund einer guten Saisonleistung die Meister­schaft. Der Ehrgeiz war geweckt und nur ein Jahr später gelang unter Spielertrainer Bernd Deider, wiederum als Zweitplazierte, der Sprung in die A-Liga.

 

Der Erfolg wurde diesmal nicht zur Serie. Aufgrund der fehlenden Routine kämpften die Fußballer der Spielvereinigung Igstadt nur ein Jahr später in einem Relegationsspiel gegen Rhein-Main Kostheim um den Klassenerhalt, konnten dem Abstieg aber mit einem glatten 3:0-Sieg entgehen. Hatte man da noch Glück, so mussten Igstadts Fußballer nur eine Saison später, unter Trainer Reiner Mittermaier, doch in den sauren Abstiegsapfel beißen.

 

In den darauffolgenden zwei Spielzeiten versuchte man alles, um aus der B-Liga Wiesbaden herauszukommen und den Aufstieg in die A-Liga zu erreichen. Dies gelang dann in der Saison 1996/96 unter dem neuen Spielertrainer Jens Ditthardt mit beiden Mannschaften. Wurde die Re­serve souverän Meister, so war die erste Mannschaft in den letzten beiden Punktspielen, eigene Siege vorausgesetzt, auf die Hilfe anderer Mannschaften angewiesen. Doch letztendlich wurde der Aufstieg verdient errungen. Als Neuling erreichte die Mannschaft der Spielvereinigung Igstadt in der Saison 1996/97 auf Anhieb einen beachtlichen vorderen Tabellenplatz und hatte lange die Aussicht auf einen erneuten Aufstieg. Die Reserve konnte wiederum die Meisterschaft erringen.

 

Auch im Jubiläumsjahr 1997/1998 leitete Jens Ditthardt die sportlichen Geschicke der Spielverei­nigung. Dieter Elsenbast und Ernst Seibert bildeten weiterhin die Vorstandsspitze und auch im Jugendbereich blieb mit Jens Wolter alles beim Alten. Bei der akademischen Feier am Grün­dungstag im April, organisiert vom Festausschuss, trafen sich Jung und Alt und konnten Ihre Erfahrungen austauschen. Leider lief es im sportlichen Bereich nicht wie gewünscht und die Mannschaften erreichten im Jubiläumsjahr lediglich einen vorderen Mittelfeldplatz.

Die Saison 1998/1999 sollte nach vier Jahren Trainertätigkeit für Jens Ditthardt die vorläufig letzte bei der Spielvereinigung Igstadt werden. Georg Kickartz löste Eric Grimm als Spielausschussvor­sitzenden ab. Spielerisch lief es weiter gut und man landete wiederum im vorderen Mittelfeld.

 

Gert Kramp übernahm in der Saison 1999/2000 das Traineramt und gab nach lediglich drei Monaten wieder auf. Der ehemalige Auswahltorhüter Holger Ettig übernahm die Leitung des Trai­nings. Ralf Katzmann und Armin Boscheck rückten für Georg Kickartz in den Spielausschuss. Um den Verbleib in der A-Liga zu sichern musste man am Ende der Saison in zwei Entscheidungs­spielen gegen CD Espanol antreten. Dem 2:2 in der ersten Begegnung folgte ein hart umkämpfter 1:0-Sieg für die Spvgg. und so konnte ein weiteres A-Ligajahr bestritten werden.

Trainer Holger Ettig musste trotz erfolgter Qualifikation seinen Trainerstuhl für die Spielzeiten 2000/2001 und 2001/2002 an den Spielertrainer Alexander Stegmaier abgeben. Erfolgreich konnte die Saison mit einem guten vorderen Mittelfeldplatz abgeschlossen werden. Die A-Jugendlichen konnten in Spielgemeinschaft mit dem TuS Nordenstadt die Meisterschaft erringen und schafften den Aufstieg in die Bezirksliga.

 

Im folgenden Spieljahr zahlte sich seit langer Zeit wieder einmal die kontinuierliche Jugendarbeit von Jens Wolter aus und es stießen mit Sascha Göttmann, Bastian Fischer, Jan Rübenach, Lukas Frey und Steffen Dahl Talente aus dem eigenen Nachwuchs zu den Aktiven. Insbesondere Sascha Göttmann war gleich eine Stütze und trug maßgeblich am Aufschwung der Spvgg. bei.

In den nächsten zwei Spielzeiten 2002/2003 und 2003/2004 konnte man mit Jürgen Matuschek einen engagierten Trainer für die Spvgg. gewinnen. Leider hingen immer mehr ältere Spieler ihre Schuhe an den Nagel, hinzu kam dass es immer schwerer wurde ohne finanzielle Mittel Spieler an den Wasserturm zu holen. Dem Trainer gelang es trotzdem mit überwiegend jungen Spielern die Klasse zu halten. Dem Wunsch der Spielvereinigung Igstadt, eine Spielgemeinschaft mit dem Ortsnachbarn aus Nordenstadt einzugehen, wurde von Verbandsseite aus nicht entsprochen. Der Spielerkader schrumpfte immer weiter.

 

2004/2005 wagte der Vorstand ein Experiment. Mit dem Sportlehrer Oliver Held übernahm ein Eigengewächs der Spvgg. die Verantwortung als Trainer.

Auch im Vorstand und in der Jugendarbeit tat sich einiges. So übernahm Robert Hampl den Posten des zweiten Vorsitzenden von Ernst Seibert und Jugendleiter wurde Thomas Wall. Die Jugendabteilung geht von A- bis D-Jugend mit den Nachbarorten Kloppenheim und Medenbach eine Spielgemeinschaft ein die gut funktioniert. Leider blieb der sportliche Erfolg bei den Aktiven aus. Daran konnte auch das Trainer „Urgestein“ Jürgen „Gaga“ Eifler nichts ändern. Er löste Oliver Held als Interimscoach ab. Zwar konnte man durch zwei spannende Relegationsspiele gegen Kostheim 05, der Heimpleite mit 2:4 folgte ein toller 4:0-Sieg, den Klassenerhalt erreichen, doch nach der Runde verließen abermals Spieler den Verein.

 

Mit Jürgen Matuschek konnte in der Saison 2005/2006 ein alter Bekannter als Trainer gewonnen werden. Er war ob seiner Aufgabe nicht zu beneiden. Aufgrund Spielermangels musste die Spvgg. zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte seine Reservemannschaft aus der laufenden Runde zurückziehen. Die erste Mannschaft musste auf direktem Wege in die B-Liga absteigen.

 

2006/2007 gab es eine Neuheit im Wiesbadener Vereinsfußball. Von dem Vorsitzenden Dieter Elsenbast und dem Vorstand der Spvgg. Igstadt eingebracht, wurde die erste Spielgemeinschaft im Kreis Wiesbaden genehmigt.

So ging die Spielvereinigung mit dem TV Kloppenheim eine Fußballehe ein. Beide Vereine einigten sich auf den Namen SG Igstadt/Kloppenheim. Diesen Zusammenschluss muss man aus jetziger Sicht als erfolgreich bezeichnen. Als Trainer fungiert Dieter Schmidt der zuvor schon die Trainingseinheiten beim TV Kloppenheim leitete. Fußballerisch lief es in der ersten Saisonhälfte überraschend gut. Die erste Mannschaft überwinterte auf einem Relegationsplatz zum Aufstieg, konnte diesen Platz aber nicht halten. Die Reserve wurde auf Anhieb Meister.

Dieter Elsenbast gab nach langen 16 Jahren an der Spitze der Spielvereinigung das Zepter ab. Robert Hampl wurde 1.Vorsitzender, Michael Weiß übernahm den 2.Vorsitzenden. Heiko Hartung wurde Spielausschussvorsitzender und Ilona Wolter übernahm den Job von Thomas Wall als Jugendleiterin. Der Aufstieg wurde leider knapp verpasst. Im Juli 2007 veranstaltete die Spvgg. zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Igstadt seit langer Pause wieder ein Hobbyfußballtur­nier. 19 angetretene Mannschaften ermittelten bis zum frühen Abend den Turniersieger.

 

Im Jubiläumsjahr 2007/2008 gab es erneut einen Wechsel im Vorstand. Michael Weiß wurde nun 1. Vorsitzender, Robert Hampl übernahm wieder den 2. Vorsitzenden und begleitet das Amt des Spielausschussvorsitzenden, Tomas Heinz wurde neuer Jugendleiter. Mit Dieter Schmidt als Trainer geht die Spielgemeinschaft in ein weiteres Jahr. Sportlich lief es trotz Spielerwechsels ähn­lich dem Jahr zuvor. Die SG überwinterte auf einem guten dritten Platz. Leider sind die Trainingsmöglichkeiten im Winter bei beiden Vereinen nicht gerade ideal. So kam man jetzt im Frühjahr nur schwer aus den Startlöchern und muss den Platz im vorderen Tabellendrittel verteidi­gen. Im Aktivenbereich setzte man in der Rückrunde auf Kameradschaft, es spielten nur diejenigen die regelmäßig am Training teilnahmen. Leider verfehlte die Mannschaft nur knapp den Relegationsplatz zum Aufstieg.

Die Spielvereinigung mit der F-Jugend und D-Jugend Mädchen am Spielbetrieb teil. In der E-Jugend bildet sie zusammen mit dem TV Kloppenheim die JSG Igstadt/Kloppenheim. C- und D-Jugend auf dem Großfeld, sowie eine D-Jugend Kleinfeldmannschaft aus den Ortschaf­ten Kloppenheim, Medenbach und Igstadt nehmen als JSG Medenbach/Kloppenheim/Igstadt an der Punktrunde teil. Im Herbst 2007 gründete die Jugendabteilung eine Bambini und G-Jugendmannschaft für Kinder im Alter von ca. 4-6 Jahren so dass derzeit insgesamt ca. 50 Jugendliche für die Spvgg. dem runden Leder hinterher jagen.

Eine “Alt-Herren”-Mannschaft trainiert jeden Mittwoch auf dem Sportplatz‚ Am Wasserturm  und versucht sich so regelmäßig fit zu halten.

 

In der Saison 2008/2009 ist die Spvgg. anlässlich des 60-jährigen Jubiläums in diesem Jahr Ausrichter des neu ausgeführ­ten „Ländchesturniers“ und veranstaltet im Juni ein Jugendturnier an dem zahlreiche Mannschaften teilnehmen.

Sportlich begannen schwierige Jahre für die Spielgemeinschaft. Spielte man die Jahre zuvor von bis zuletzt um den Aufstieg, änderten sich nun die Vorzeichen komplett. Abstiegskampf war nun angesagt. Trainer Dieter Schmidt trat im Frühjahr 2009 zurück und Spieler Ramazan Ayvaz übernahm das Traineramt. Kurze Zeit später konnte mit Mike Hölzel ein ehemaliger Hessenauswahlspieler als Spielertrainer gewonnen werden. Mit Hölzel gelang es die Klasse zu halten, wenn auch erst am letzten Spieltag.

 

Die Saison 2009/2010 begann katastrophal, 11 Niederlagen musste die SG zu Beginn einstecken, bis endlich der erste Sieg eingefahren werden konnte. Nach 10 Spieltagen trennte man sich von Trainer Hölzel und Michael Weiß und Sven Feldmann übernahmen das Training. Bis zum Ende der Hinrunde wurden wenigstens noch vier Punkte geholt. Die SG galt somit als Absteigkandidat Nummer 1, doch eine sensationelle Aufholjagd in der Rückrunde sicherte den Klassenerhalt. Dies ist ein großer Verdient des neuen Spielertrainers Sascha Vermeerbergen, der trotz der schlechten Vorzeichen das Traineramt übernahm und der Mannschaft wieder Sicherheit und Selbstvertrauen gab. Die Zahlen der Jugendmannschaften und Spieler steigt stetig.

Man richtete wieder ein Jugendturnier für G, F und E-Jugendmannschaften aus. Mit 15 teilnehmenden Mannschaften war der Sportplatz am Wasserturm das ganze Wochenende gut gefüllt. Die Spvgg. Igstadt beteiligte sich an zahlreichen Festen im Ort. So wurde ein Jugend- und Hobbyturnier ausgerichtet, beide Veranstaltungen stießen auf große Resonanz. Im Weiteren beteiligte man sich an den Kulturtagen und dem Weihnachtsmarkt.

 

Auf der Jahreshauptversammlung 2010 wurde mit Ralf Weiershäuser ein neuer 2. Vorsitzender gewählt. Bei den Aktiven lief es von Beginn an gut und die Handschrift von Trainer Vermeerbergen wurde immer deutlicher. Gut ausgebildet leitete er die Trainingseinheiten und fand stets die richten Worte. Am Ende belegte man mit 43 Punkten den 6. Tabellenplatz und war somit das Zweitbeste nicht Reserveteam. Die Jugendabteilung geht mit 10 Mannschaften zum Teil in Spielgemeinschaften in den Spielbetrieb. Man nimmt das DfB-Schnupperabzeichen ab und ist als Einlaufkinder zu Gast beim SV Wehen-Wiesbaden und dem FSV Frankfurt.

Die Spvgg. richtete ein Spiel des SV Wehen-Wiesbaden gegen eine B-Liga Auswahl aus, zudem die Stadtmeisterschaft der Mädchen.

Das Jugendturnier wird auf zwei Wochenenden ausgeweitet, bei den Turnieren im Juni und im August 2011 spielen insgesamt 43 Mannschaften mit. Es wird ein Turnierheft erstellt, mit den erzielten Einnahmen sind die Pokale der teilnehmenden Spieler finanziert worden.

 

In die Saison 2011/2012 ging man trotz der erzielten Erfolge ohne den bisherigen Trainer Sascha Vermeerbergen, für ihn verpflichtete man mit Dieter Schmidt einen alten Bekannten für die SG Igstadt/Kloppenheim. Diese „Fußballehe“ geht somit in die 6. Saison. Man spielte eine sehr gute Hinrunde, in der reichlich Punkte gesammelt wurden. Leider ging der Mannschaft gegen Ende der Runde ein wenig die Luft aus und man gewann kaum noch Spiele. In der Jahreshauptversammlung wurden Ralf Huth als Spielausschussvorsitzender und Stefan Sachse als Jugendleiter gewählt, Sachse arbeitete fortan mit Michael Weiß an der stetig wachsenden Jugendabteilung.

 

Vorstände seit der Vereinsgründung: 
1948 - 1956 Karl Schmidt

1956 - 1958 Rudi Faßbender 

1958 - 1960 Josef Zeitler

1960 - 1965 Heinz Lademann

1965 - 1979 Lothar Noll

1979 - 1980 Kurt Eder

1980 - 1984 Gert Stein

1984 - 1990 Willi Möser

1990 - 2006 Dieter Elsenbast

2006 - 2007 Robert Hampl

2007 - 2014 Michael Weiß

2013 - 2018 Rene Groß

2018 -         Joerg Benecke